Ulrike Lange, Altenpflegerin im APH Emmaus in Leipzig

Durch ein freiwilliges soziales Jahr in einem Altenheim, bin ich das erste Mal in Berührung mit Hochbetagten Menschen gekommen. In diesem Pflegeheim machte ich ausschließlich positive Erfahrungen, sowohl mit den Pflegebedürftigen, als auch mit dem Personal. Mir wurde viel zugetraut, sodass ich selbstständig arbeiten konnte. Mir fiel auf, dass ich einen guten Zugang zu den Menschen hatte. Die anfänglichen Berührungsängste verschwanden schon nach kurzer Zeit. Die ganze Pflege, also Waschen, Ankleiden, Essen reichen und bei Toilettengängen helfen wurden mit der Zeit kein Problem mehr für mich.

In dieser Zeit sind mir die älteren Menschen sehr ans Herz gewachsen, zu manchen Bewohnern entstand eine sehr emotionale Bindung. Ich merkte schnell, dass für die Senioren ein paar liebe Worte und Umarmungen viel wichtiger waren.

So entschied ich mich für den Beruf der Altenpflegerin. Natürlich ist es nicht immer leicht, denn es gibt Tage, da kommt man an seine Grenzen – körperlich und psychisch. Man kann einfach nicht allen Bewohnern gerecht werden. Aber es gibt viele kleine Dinge, die mich erfreuen, wenn man ein Lächeln zurückbekommt, wenn jemand einfach mal Danke sagt, wenn Bewohner hinsichtlich ihrer körperlichen Situation Fortschritte machen, oder wenn Bewohner friedlich einschlafen konnten.