Paul Schütz, 27 Jahre, Mitarbeiter im Friedhof der Kirchgemeinde Wurzen

Mein Job auf dem Friedhof verbindet zwei für mich sehr wichtige Komponenten: die Arbeit in der Natur und den Umgang mit Menschen. Ich habe das Gefühl, durch meine Tätigkeit Menschen im Trauerprozess zu unterstützen. Mir macht es Freude den Friedhof lebendig zu gestalten und doch als einen Ort der Ruhe zu erhalten. Durch die vielfältigen Aufgaben in der Verwaltung als auch Gestaltung des Friedhofs wird man jeden Tag aufs Neue gefordert, hierbei wird man durch ein engagiertes Team unterstützt und motiviert. Friedhöfe erzählen Geschichten von Leben und Tod und sollten uns Heimat und Hoffnung geben.

Verena Gries, Friedhofsgärtnerin in der Lutherkirchgemeinde Radebeul

Das Schöne an meinem Job auf dem Friedhof ist die Arbeit mit den Pflanzen und jeden Tag in der freien Natur genießen zu können. Bei der Pflege und Gestaltung eines so friedlichen und doch lebendigen Ortes mitwirken zu dürfen macht einfach Spaß. Wenn man Menschen mit so kleinen Dingen wie z.B. einer neu bepflanzten Rabatte oder einem kurzen Gespräch ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann ist es die ganze Arbeit eigentlich schon Wert. Denn genau für diese Leute gibt man sich Tag für Tag die Mühe um einen Ort zu schaffen an dem sie sich wohl fühlen und ihren Lieben gedenken können.

Burkhard Viertel, Friedhofsverwalter in Planitz bei Zwickau

So einladend darf ein kirchlicher Friedhof sein! Das möchte ich mit der Gestaltung des Friedhofsgeländes, aber auch im Umgang mit den Trauernden bzw. Besuchern erreichen. Gerade als bekennender Christ kann Gott durch mich anderen Menschen Halt geben, auch wenn es „nur“ ein einladender Friedhof oder ein tröstendes Gespräch ist. Menschen die hierher kommen, wollen den liebsten Menschen uns anvertrauen, ein schönes Umfeld erleben und sich von uns verstanden fühlen. Für mich eine Herzenssache!

Andreas Degodowitz, Friedhofsverwalter in der Kirchgemeinde Elsterberg

Den Beruf des Friedhofsverwalters sehe ich nicht nur als einen Job, sondern als einen Dienst, den ich leisten kann um Gutes zu tun. Zum Einen, kann ich Menschen zur Seite stehen und sie unterstützen, in einer für sie, schweren Zeit. Zum Anderen, habe ich die Möglichkeit den Friedhof meiner Heimatstadt zu erhalten, zu gestalten und zu verschönern.

Einen Ort der Ruhe, Besinnung aber auch der Entspannung zu schaffen, eine Mischung aus Park und Friedhof ist für mich das Ziel.

Kein Tag ist wie der andere, ob Verwaltungsarbeiten, praktische Arbeiten im Friedhofsgelände, oder Beratungsgespräche jeglicher Art, die Aufgaben sind breit gefächert, sehr fordernd, aber auf eine gute Art.

Ein Friedhof ist nicht langweilig, er ist interessant, manchmal traurig, aber auch schön, er gibt Hoffnung und man kann Natur genießen, ganz einfach - ein guter Job an einem guten Ort.