Cornelius Henker, Religionslehrer im Sächsischen Landesgymnasium St. Afra in Meißen

An meinem Beruf reizt mich besonders die Möglichkeit, mit ständig wechselnden Lerngruppen über sowohl akademisch anspruchsvolle – als auch lebensweltlich sehr konkrete Themen zu sprechen. Oft bieten Musik, Trends, Provokationen oder tagesaktuelle Ereignisse großartige Möglichkeiten, intensiv in Diskurse zu treten. Schülerinnen und Schüler fordern dabei Perspektiven und Kritik, Meinung und Fachwissen ein. Natürlich hängt die Qualität der Beziehung immer auch davon ab, wie ich Inhalte für den Unterricht aufbereite und in welcher Weise ich als Lehrer und Mentor für konkrete Positionen (ein)stehe. Die permanente Feedback-Situation durch Kollegen, Schüler und Eltern schafft außerdem eine großartige Abwechslung im beruflichen Alltag.

Yvonne Joachim, Religionslehrerin am Hans-Erlwein-Gymnasium in Dresden

Als Religionslehrerin finde ich fast täglich in der Popmusik, in Filmen oder Zeitungsartikeln interessante Bezüge zu meinen Unterrichtsthemen. Es berührt mich nach wie vor, wenn Schülerinnen und Schüler sich öffnen und mit mir und ihren Mitschülern ernsthaft diskutieren. Sie stellen Sinnfragen und sind auf der Suche, sie müssen sich in einer pluralen Welt orientieren und sich zu wichtigen Fragen des Glaubens, des Zusammenlebens oder der Weltanschauung positionieren. Bei diesem Prozess darf ich sie begleiten.