Karin Walther, Pfarrerin der Gemeinden Elstra-Prietitz & Schmeckwitz Jugendpfarrerin im Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz

Sinn – das ist für mich die größte Motivation, Pfarrerin zu sein. Frei von dem zu erzählen, woran ich glaube,  Menschen durch wichtige Stationen ihres Lebens zu begleiten, ansprechbar zu sein, wenn es um das Leben und den Glauben (und gern auch um die Kombination beider) geht – all das treibt mich an. Ich feiere mit Leidenschaft Gottesdienste, taufe Kinder und Erwachsene, tüftle Konfirmanden-, Jugend-, und Seniorenstunden aus, ich leite Dienstberatungen und beteilige mich an den Prozessen in unserer Kirche, ich höre Trauernden zu und besuche Kranke zu Hause oder im Krankenhaus.  Es ist kein Geheimnis, dass es auch trübe und mühselige Tage im Leben von PfarrerInnen gibt. Es ist auch kein Geheimnis, dass wir wegen der zurückgehenden Kirchenmitgliederzahl gegenwärtig mit vielen Strukturveränderungen zu tun haben. Aber ich traue Jesus Christus zu, dass er eine Zukunft für seine Kirche hat. Dazu braucht er Menschen, die  ihr Herz und ihr Hirn einsetzen, um das „Evangelium zu kommunizieren“ – mit Worten und Taten. Jeder Mensch hat es verdient, zum Glauben ermutigt und herausgefordert zu werden. Dafür bin ich da – mit nicht mehr und nicht weniger als ich bin und kann. Und mit der Überzeugung: Die Botschaft von Jesus Christus ist es absolut wert! 

Rowena Jugl, Pfarrerin in den Kirchgemeinden Reinsdorf, Friedrichsgrün und Vielau

Als Pfarrerin wird der Arbeitsalltag niemals langweilig. Menschen unterschiedlicher Generationen auf dem Weg des Glaubens begleiten, sich mit den biblischen Texten für die Predigt beschäftigen, Mitarbeiter motivieren – all das gehört dazu. Diese Abwechslung bei der Verkündigung liebe ich!

Ulrike Franke, Krankenhausseelsorgerin im Klinikum St. Georg Leipzig

Als Krankenhausseelsorgerin habe ich etwas, was sonst niemand hat: Zeit. Ich höre zu, wenn ein Mensch sein Leben erzählt. Ich halte mit aus, wenn nichts mehr ist, wie es war. Ich stimme ein Lied an, inmitten der Geschäftigkeit der Intensivstation. Als Krankenhausseelsorgerin kann ich Menschen ganz konkret die Botschaft des Evangeliums nahebringen. Das liebe ich an meinem Beruf.

Beate Damm, Schulpfarrerin am Evangelischen Kreuzgymnasium in Dresden

Ich bin gerne Pfarrerin in der Schule - Kinder und Jugendliche fordern und begeistern mich im Alltag, die Zusammenarbeit mit den Lehrern unterschiedlicher Fachbereiche ist vielfältig und motiviert mich. Ob im Unterricht, bei Schulgottesdiensten, bei Besinnungstagen oder Projekten: verständlich vom Glauben reden, die jungen Menschen in ihrer Lebenssituation ansprechen, ihre Fragen ernstnehmen und sie begleiten, das macht mir Freude!

Walter Lechner, Pfarrer in der Kirchgemeinde Frauenhain 

Kein Tag wie der andere. Selbst bestimmen, welche Schwerpunkte ich setze. Im Auftrag des Herrn unterwegs sein – und zugleich ganz nah bei den Menschen. Aus einer größeren Kraft leben. Und die eigenen Fähigkeiten einsetzen, damit die gute Botschaft ankommt. Ein Job mit Sinn und Leidenschaft, spontan und herausfordernd.

Ulrike Weyer, Superintendentin im Kirchenbezirk Plauen

Ich bin gerne Pfarrerin, weil das Aufgabenspektrum breit gefächert ist und Raum bietet für Kreativität. Als Pfarrerin bin ich Vertrauensperson und habe eine besondere Nähe zu Menschen jeden Alters, die ich in vielen Lebenssituationen begleiten darf. Der Pfarrberuf erfordert zwar ein hohes Maß an Flexibilität und Eigenständigkeit – aber dadurch wird es nie langweilig!

Samuel Weber, Pfarrer in Lichtenberg-Weigmannsdorf-Müdisdorf, Kirchenbezirk Freiberg

Als Pfarrer habe ich die Möglichkeit hauptberuflich freigestellt zu sein um Menschen zu begegnen und sie auf ihrem Glaubens- und Lebensweg zu begleiten. Dabei bin ich nicht allein, sondern ich kann meine Gaben, Kenntnisse und Erfahrungen wie auch meine Unfähigkeiten in ein Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen einzubringen und dieses bereichern, wie sie auch mich bereichern.